QUERY

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Version 11 (Geändert)


QUERY ({Tabellenname}{; Suchbegriff{; *}})

ParameterTypBeschreibung
TabellennameTabelleTabelle, in der gesucht werden soll oder
Haupttabelle ohne Angabe
SuchbegriffOperatoren und Suchbegriffe
*Weiterer Suchbegriff folgt

Beschreibung

Der Befehl QUERY sucht nach Datensätzen, welche die in Suchbegriff angegebenen Suchkriterien erfüllen und gibt die ausgewählten Datensätze für Tabellenname zurück. QUERY ändert die aktuelle Auswahl Tabellenname für den laufenden Prozess. Der erste Datensatz der neuen Auswahl ist nun der aktuelle Datensatz. Der Datensatz wird geladen, falls er nicht bereits dem bisherigen aktuellen Datensatz entspricht.

Tabellenname ist optional. Wird dieser Parameter nicht angegeben, bezieht sich Tabellenname auf die Haupttabelle. Gibt es keine Haupttabelle, erhalten Sie eine Fehlermeldung.

Geben Sie Suchbegriff oder den optionalen Parameter * nicht an, zeigt QUERY den Sucheditor für Tabellenname, außer wenn es sich um die letzte Zeile einer komplexen Suche handelt (siehe unten). Der Sucheditor sieht folgendermaßen aus:

Weitere Informationen zum Sucheditor finden Sie im Handbuch 4D Designmodus.

Der Benutzer baut die Suche auf und klickt anschließend auf die Schaltfläche Suche oder Suche in Auswahl, um die Suche auszuführen. Läuft die Suche ohne Unterbrechung, nimmt die Systemvariable OK den Wert 1 an. Klickt der Benutzer auf die Schaltfläche Abbrechen, wird der Suchlauf annuliert, die Systemvariable OK nimmt dann den Wert 0 (Null) an.

Beispiele

1. Folgende Zeile zeigt den Sucheditor für die Tabelle [Products] an:

   QUERY([Products])

2. Folgende Zeile zeigt den Sucheditor für die Haupttabelle an (sofern vorhanden)

   QUERY

Geben Sie den Parameter Suchbegriff an, erscheint nicht der Standardsucheditor, die Suche wird per Programmierung definiert. Für einfache Suchläufe (Suche nach nur einem Datenfeld) rufen Sie QUERY einmal mit Suchbegriff auf. Für Suchsequenzen (Suche nach mehreren Datenfeldern oder Kriterien) rufen Sie QUERY mit Suchbegriff so oft wie nötig auf und geben jedes Mal den optionalen Parameter * an, außer für den letzen Aufruf von QUERY. Dieser startet dann den Suchlauf. Weitere Informationen zum Parameter Suchbegriff finden Sie nachfolgend.

Beispiele

3. Folgende Zeile sucht in der Tabelle [People] nach Nachnamen, die mit "a" beginnen:

   QUERY([People];[People]Last name="a@")

4. Folgende Zeile sucht in der Tabelle [People] nach Namen, die mit "a" oder "b" beginnen:

   QUERY([People];[People]Name="a@";*) ` * weist auf weitere Suchkriterien hin
   QUERY([People]; | ;[People]Name="b@") 
                  ` Ohne * endet die Definition der Suche, der Suchlauf startet

Hinweis: Die Interpretation des Zeichens @ in Suchläufen lässt sich über eine Option in den Voreinstellungen ändern. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Vergleichsoperatoren.

Suchbegriff definieren

Einen Suchbegriff definieren Sie nach folgendem Modell:

{Operator ;} Datenfeld Vergleichsoperator Wert

Der Operator ist das Verbindungsglied zwischen zwei Suchbegriffen. Bei einem einzelnen Suchbegriff benötigen Sie keinen Operator. Es gibt folgende Operatoren:

OperatorSymbol
UND&
ODER|
Außer#

Der Operator ist optional und wird bei einer einfachen oder mehrfachen Suche nicht für den ersten Aufruf von QUERY verwendet. Lassen Sie ihn in einer mehrfachen Suche weg, wird standardmäßig UND (&) verwendet.

Datenfeld ist das Datenfeld, auf das sich die Suche bezieht. Das Feld kann aus einer anderen Tabelle stammen, wenn es zur Eine-Tabelle gehört, die über eine automatische oder manuelle Verknüpfung mit Tabellenname verknüpft ist.

Vergleichsoperator vergleicht den Wert im Datenfeld mit dem angegebenen Wert. Es gibt folgende Vergleichsoperatoren:

VergleichsoperatorSymbol
ist gleich=
ist nicht gleich#
ist größer als >
ist größer als oder gleich>=
ist kleiner als<
ist kleiner als oder gleich<=
Enthält Schlüsselwort%

Sie können den Vergleichsoperator auch als alphanumerischen Ausdruck anstatt als Symbol definieren. In diesem Fall müssen Sie die einzelnen Ausdrücke in der Suchkette durch Strichpunkt voneinander trennen. Auf diese Weise können Sie z.B. durch Variieren des Vergleichsoperators konfigurierbare Suchläufe erstellen oder individuell auf den Benutzer abgestimmte Suchoberflächen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Beispiel 19.

Wert wird mit dem Wert in Datenfeld verglichen. Der Wert kann jeder Ausdruck sein, der denselben Datentyp wie Datenfeld bewertet. Der Typ von Wert wird nur einmal, und zwar bei Beginn der Suche bewertet und nicht für jeden Datensatz. Suchen Sie eine Zeichenkette, die eine bestimmte Buchstabenkombination enthält (eine Suche mit "enthält"), setzen Sie die Buchstaben zwischen zwei Klammeraffen @, beispielsweise @mburg@. Beachten Sie, dass solch eine Suche wegen der kompakten Datenspeicherung nur teilweise vom Index profitiert.

Eine Enthält-Suche ist nur für Datenfelder vom Typ Alpha oder Text verfügbar. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Vergleichsoperatoren.

Regeln

Folgende Regeln müssen Sie bei der Programmierung einer Suche beachten:

In der ersten Suchzeile darf kein Operator stehen.

In den folgenden Zeilen kann der Suchbegriff mit einem Operator beginnen. Lassen Sie ihn weg, wird standardmäßig UND (&) verwendet.

Alle Zeilen, mit Ausnahme der letzten, müssen mit * beendet werden. * zeigt an, dass noch weitere Suchbegriffe folgen. Das Programm sucht erst, wenn nach einem Suchbegriff kein Stern angegeben ist.

Die Definition der Suchbegriffe darf sich über mehrere Datenfelder in mehreren Tabellen erstrecken. Der Tabellenname muss immer im ersten Parameter angegeben sein.

Der Befehl QUERY ohne bzw. mit Tabellenname als einzigem Argument ruft den Standardsucheditor auf. Wurde zuvor QUERY mit * aufgerufen, wird diese nun ausgeführt. Dadurch können mehrere Suchabläufe in einer Schleife zusammengesetzt werden, die dann mit QUERY ohne * abgeschlossen werden.

Hinweis: Jede Tabelle behält ihre eigene aktuell festgelegte Suche. So können Sie gleichzeitig komplexe Suchläufe erstellen, und zwar eine pro Tabelle. Zum Festlegen der Tabelle müssen Sie den Parameter Tabelle verwenden oder die Standardtabelle setzen.

Egal, wie eine Suche definiert wurde, gilt folgendes:

Bei länger dauernden Suchläufen zeigt 4D automatisch eine Meldung mit einem Ablaufbalken. Mit den Befehlen MESSAGES ON, MESSAGES OFF können Sie diese Anzeige an- bzw. abschalten. Wird das Ablaufthermometer angezeigt, kann der Benutzer die Suche mit der Schaltfläche Stop unterbrechen. Ist die Suche abgeschlossen, wird OK auf 1 gesetzt. Wird die Suche abgebrochen, wird OK auf 0 (Null) gesetzt.

Sind indizierte Datenfelder angegeben, wird zuerst nach diesen Datenfeldern gesucht. So läuft die Suche bei indizierten Feldern optimiert ab. d.h. sie benötigt am wenigsten Zeit. Bei Suchläufen mit AND (&) verwendet der Befehl zusammengesetzte Indizes

Beispiele

5. Sie suchen in der Tabelle [People] alle Personen mit dem Namen Maier. Das Datenfeld Name ist indiziert. Die Suche verläuft daher sehr schnell:

   QUERY([People];[People]Last Name="Maier")

Zur Erinnerung: Diese Suche unterscheidet nicht zwischen "Maier", "maier" und "MAIER", etc. Wollen Sie Groß- und Kleinschreibung voneinander unterscheiden, verwenden Sie die Zeichen-Codes für eine genauere Suche.

6. Sie suchen in der Tabelle [People] alle Personen mit dem Namen Maier und dem Vornamen Franz. Das Datenfeld Last Name ist indiziert, das Datenfeld First Name nicht. Die Suche erfolgt in zwei Schritten: Zuerst erfolgt eine indizierte Suche auf das Datenfeld Last Name, die Datensatzauswahl wird auf die Personen mit Namen Maier eingeschränkt. Dann wird in dieser Auswahl sequentiell nach dem Vornamen Franz gesucht. Der Zeitverlust ist daher sehr gering.


   QUERY ([People]; [People]Last Name = "maier"; *)  
                           ` Finde alle Personen mit dem Nachnamen Maier
   QUERY ([People]; & ; [People]First Name = "franz")  ` und dem Vornamen Franz

Hinweis: Diese Suche ist besonders optimiert für den zusammengesetzten Index mit den Feldern [People]FirstName+[People]LastName. In diesem Fall nutzt der Befehl die Vorteile des Index und die Suche ist komplett indiziert.

7. Dieses Beispiel sucht nach den Namen Maier oder Huber. Das Datenfeld Last Name ist indiziert und wird für beide Suchläufe verwendet. Die Ergebnisse werden in interne Mengen gelegt und evtl. über eine Vereinigung kombiniert.

   QUERY ([People]; [People]Last Name="maier"; *) 
                  ` Finde alle Personen mit Nachnamen Maier…
   QUERY ([People]; | ; [People]Last Name="huber") ` ...oder Huber

8. Folgendes Beispiel findet alle Personen ohne Firmenname. Gesucht wird nach Eingaben mit leeren Datenfeldern (leerer String).

   QUERY ([People]; [People]Company="") ` Finde alle Personen ohne Firma

9. Folgendes Beispiel findet alle Personen mit dem Nachnamen Maier, die in einer Firma in München arbeiten. Der zweite Suchlauf kann ein Datenfeld aus einer anderen Tabelle verwenden, da die Tabelle [People] durch eine Viele-zu-Eine Verknüpfung mit der Tabelle [Company] verbunden ist:

   QUERY ([People]; [People]Last Name = "Maier"; *)
                               ` Finde alle Personen mit Nachnamen Maier,
   QUERY ([People]; & ; [Company]City = "München")    
                               ` die in einer Firma in München arbeiten.

10. Folgendes Beispiel findet alle Personen mit einem Nachnamen zwischen A (inkl.) und M (inkl.):

   QUERY ([People]; [People]Name < "n") ` Finde alle Personen von A bis M

11. Folgendes Beispiel findet alle Personen, die im Raum München oder Nürnberg wohnen (Postleitzahlengebiet 8 oder 9):

   QUERY ([People]; [People]PLZ Code = "8@"; *) 
                         ` Finde alle Personen im Raum München…
   QUERY ([People]; | ; [People]PLZ Code = "9@")  ` ...oder Nürnberg

12. Volltextsuche: Folgendes Beispiel such in der Tabelle [Products] nach Datensätzen, die im Feld Beschreibung das Wort "einfach" enthalten:

   QUERY([Products];[Products]Description%"einfach")
   ` Finde Produkte, deren Beschreibung das Wort einfach enthalten.

13. Folgendes Beispiel sucht nach einer bestimmten Rechnungsnummer:

   vFind:=Request("Finde Rechnungsnummer:") 
                        ` Erhalte Rechnungsnummer vom Benutzer
   If (OK = 1) ` Hat der Benutzer auf OK geklickt,
      QUERY ([Invoice]; [Invoice]Number = vFind)  
                        ` Finde Rechnungsnummer der Variablen vFind
   End if

14. Folgendes Beispiel findet alle 1997 ausgestellten Rechnungen. Gesucht wird nach den Datensätzen, die nach dem 31.12.96 und vor dem 1.1.98 eingegeben wurden:

   QUERY ([Invoice]; [Invoice]In Date > !31.12.96!; *) 
                            ` Finde Rechnungen nach 31.12.96…
   QUERY ([Invoice]; &; [Invoice]In Date < !1.1.98!)    ` und vor 1.1.98

15. Folgendes Beispiel findet alle Beschäftigten, deren Gehalt zwischen 1.000 Euro und 3.000 Euro liegt. Personen mit einem Gehalt gleich 1.000 Euro sollen in der Auswahl enthalten sein. Personen, deren Gehalt gleich 3.000 Euro ist, sollen nicht mehr enthalten sein:

   QUERY ([Employee]; [Employee]Salary >= 1000; *) 
                              ` Finde Beschäftige mit einem Gehalt zwischen… 
   QUERY ([Employee]; & ; [Employee]Salary < 3000) ` ... 1.000 Euro und 3.000 Euro

16. Folgendes Beispiel findet alle Beschäftigten in der Marketing-Abteilung, deren Gehalt über 4.000 Euro liegt. Es wird zuerst im Datenfeld Salary gesucht, das es indiziert ist. Die zweite Suche verwendet ein Datenfeld aus einer anderen Tabelle. Das ist möglich, da die Tabellen [Employee] und [Dept]über eine automatische Viele-zu-Eine Verknüpfung verbunden sind:

   QUERY ([Employee]; [Employee]Salary > 4000; *)  
                     ` Finde Beschäftige mit einem Gehalt über 4.000 Euro und...
   QUERY ([Employee]; & ; [Dept]Name = "Marketing")  ` ... in der Marketingabteilung sind.

17. Es gibt drei Tabellen, die über eine Viele-zu-Eine Verknüpfung verbunden sind: [City] -> [Department] -> [Region]. Die folgende Suche findet alle Regionen mit Städten, deren Name mit "Sankt" beginnt:

   QUERY([Region]; [City]Name="Sankt@")  ` Finde alle Regionen mit Städten, die mit "Sankt" beginnen.

18. Folgendes Beispiel sucht nach Informationen aus der Variablen myVar.

   QUERY ([Laws]; [Laws]Text = myVar) ` Find alle in myVar enthaltenen Gesetze

Die Suche kann, je nach dem Wert von myVar, ganz verschiedene Ergebnisse liefern. Zum Beispiel:

Ist myVar gleich"Copyright@", enthält die Auswahl alle Gesetze, die mit Copyright beginnen.

Ist myVar gleich "@Copyright@", enthält die Auswahl alle Gesetze, die das Wort Copyright enthalten.

19. Dieses Beispiel fügt je nach Wert der Variablen in einer komplexen Suche Zeilen hinzu oder nicht. So werden nur die für die Suche gültigen Kriterien berücksichtigt:

   QUERY([Invoice];[Invoice]Paid=False;*)
   If($city#"") ` Wurde eine Stadt angegeben.
      QUERY([Invoice];[Invoice]Delivery_city=$city;*)
   End if
   If($zipcode#"") ` Wurde eine Postleitzahl angegeben.
      QUERY([Invoice];[Invoice]ZipCode=$zipcode;*)
   End if
   QUERY([Invoice])  ` Ausführung der Suche nach dem angegebenen Kriterium

20. Dieses Beispiel zeigt die Verwendung des Vergleichsoperators als alphanumerischen Ausdruck. Sein Wert wird über ein PopUp-Menü definiert, das in einem eigenen Suchdialog angelegt wurde:

   C_TEXT($oper)
   $oper:=_popup_operator{_popup_operator}  `$oper equals for example "#" or "="
   If(OK =1)
      QUERY(Invoice];[Invoice]Amount;$oper;$amount)
   End if

Referenz

Operatoren, QUERY SELECTION.

Systemvariablen oder Mengen

Wurde die Suche korrekt ausgeführt, wird die Systemvariable Ok auf 1 gesetzt.

Die Variable OK wird auf 0 Null) gesetzt, wenn:

- Der Benutzer im Suchdialog auf die Schaltfläche Abbrechen klickt,

- Die Suche im Modus 'Suchen und Sperren' (siehe Befehl SET QUERY AND LOCK) mindestens einen gesperrten Datensatz gefunden hat. In diesem Fall wird auch die Systemmenge LockedSet aktualisiert.


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