Logbuch verwalten

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Version 11 (Geändert)


Eine Datenbank im Einsatz speichert ständig Änderungen, es werden Datensätze hinzugefügt oder gelöscht. Die Durchführung von Backups in regelmäßigen Abständen ist wichtig, ermöglicht aber nicht, nach einem Zwischenfall die nach dem letzten Backup eingegebenen Daten wiederherzustellen. Dafür bietet 4th Dimension jetzt ein spezifisches Hilfsmittel: das Logbuch. Diese Datei sorgt für permanente Sicherheit der Daten der Datenbank.

Zusätzlich arbeitet 4D kontinuierlich mit dem Daten-Cache im Speicher. Alle Änderungen an den Daten der Datenbank werden im Cache zwischengespeichert, bevor sie auf die Festplatte geschrieben werden. Das beschleunigt die Operationen der Programme, da der Zugriff auf den Speicher schneller ist als auf die Festplatte. Tritt ein Zwischenfall ein, bevor die im Cache gespeicherten Daten auf die Festplatte geschrieben wurden, müssen Sie beim Wiederherstellen der Datenbank auch das aktuelle Logbuch integrieren.

Arbeitsweise

Das von 4D angelegte Logbuch enthält alle Operationen, die in einer Datenbank ausgeführt werden. Somit löst jeder vom Benutzer ausgeführte Schritt zwei Aktionen gleichzeitig aus: Einerseits wird die Anweisung des Benutzers in der Datenbank ausgeführt, zur selben Zeit wird die Aktion im Logbuch mitgeschrieben. Das Logbuch wird unabhängig erstellt, es beeinträchtigt und verlangsamt nicht die Arbeit des Benutzers. Eine Datenbank kann zur selben Zeit immer nur mit einem Logbuch arbeiten.

Das Logbuch registriert vier Arten von Operationen:

- Hinzugefügte Datensätze

- Aktualisierte Datensätze

- Gelöschte Datensätze

- Transaktionen erstellen und schließen

Hinweis zu Transaktionen: Eine Transaktion ist eine Operationsabfolge, die zur selben Zeit ausgeführt wird. Beispiel: Während einer Banküberweisung, die in einer Transaktion ausgeführt wird, müssen Sie sicherstellen, dass Sie in einer Aktion einen Betrag auf einem Konto belasten und auf einem anderen gutschreiben, ohne dass die laufende Operation unterbrochen werden kann. D.h. die Operation wird entweder ganz oder gar nicht ausgeführt, sie kann nie nur teilweise ausgeführt werden. Das erste Konto kann nur belastet werden, wenn gleichzeitig eine Gutschrift auf ein zweites Konto erfolgt. 4D wertet Transaktionen als eine Operation, sowie Hinzufügen, Aktualisieren oder Löschen.

4D verwaltet das Logbuch. Es schreibt alle Operationen mit, die die Datendatei betreffen, egal welche Aktion der Benutzer im Einzelplatz von 4D oder in remote 4D ausführt, in 4D Methoden, 4D Plug-Ins (4D Write, 4D View, 4D Draw, etc.), im Web Browser, etc.

Nachfolgende Darstellung zeigt, wie das Logbuch arbeitet:

Das aktuelle Logbuch wird automatisch mit der aktuellen Datendatei gesichert. Das hat folgende Vorteile:

Wichtig ist, dass das Laufwerk, in welchem das Logbuch gespeichert wird, nicht voll wird. Ohne Backup würde das Logbuch mit der Zeit beträchtlich anwachsen und u.U. den gesamten Platz im Verzeichnis belegen. 4D bzw. 4D Server schließt für jeden Backup-Satz das aktuelle Logbuch und startet sofort eine neue leere Datei, so dass auf dem Volume genügend Platz frei bleibt. Das alte Logbuch wird je nach Backup-Einstellungen archiviert oder entfernt.

Behalten Sie die Logbücher zu den entsprechenden Backups, damit Sie eine Datenbank später analysieren oder reparieren können. Das Logbuch kann nur in die Datenbank integriert werden, zu der es gehört. Sie müssen Backups und Logbücher zusammen archivieren, damit Sie das Logbuch bei Bedarf korrekt in das Backup einbinden können.

Logbuch erstellen

Jede mit 4D erstellte Datenbank führt automatisch ein Logbuch: Es ist Teil der automatischen Backup-Strategie. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt "Automatisches Backup".

Das Logbuch hat den Namen DatendateiName.journal und wird in den Ordner gelegt, der die Strukturdatei der Datenbank enthält. Sie können jederzeit prüfen, ob Ihre Datenbank ein Logbuch führt. Dazu gehen Sie in den Einstellungen der Datenbank auf die Seite Konfiguration und sehen nach, ob die Option Benutze Logbuch markiert ist.

Mit 4D Server erscheint der Name des Logbuchs auch im Fenster des Server-Rechners.

Ist diese Option inaktiv oder verwenden Sie eine Datenbank ohne Logbuch und wollen dann eine Backup-Strategie mit Logbuch einrichten, müssen Sie ein Logbuch anlegen:

1. Markieren Sie in den Einstellungen der Datenbank auf der Seite Konfiguration die Option Benutze Logbuch, erscheint auf dem Bildschirm der Standard Sichern-Dialog zum Anlegen eines neuen Logbuchs:

Es heißt standardmäßig DatendateiName.journal.

2. Behalten Sie den Standardnamen oder benennen ihn um und wählen dann den Speicherort der Datei.

Wir empfehlen, das Logbuch nicht auf dieselbe Platte wie die Datenbank zu legen. Geht diese Platte kaputt, können Sie in jedem Fall das Logbuch aufrufen.

3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern.

Zugriffspfad und Name des aktuellen Logbuchs erscheinen nun in den Einstellungen der Datenbank im Bereich "Benutze Logbuch".

4. Bestätigen Sie die Seite Konfiguration.

Damit Sie ein Logbuch direkt erstellen können, muss die Datenbank sich in einer der folgenden Situationen befinden:

Die Datendatei ist leer,

Sie haben gerade ein Backup der Datenbank ausgeführt und es hat noch keine Änderungen an den Daten gegeben.

In allen anderen Fällen erscheint die Meldung, dass Sie ein Backup durchführen müssen:

Klicken Sie auf die Schaltfläche OK, startet sofort das Backup, dann wird das Logbuch aktiviert. Klicken Sie auf Abbrechen, wird die Anfrage gesichert, das Logbuch wird nicht jetzt, sondern erst nach dem nächsten Backup der Datenbank erstellt.

Diese Vorsichtsmaßnahme ist notwendig, denn, damit Sie die Datenbank nach einem Zwischenfall wiederherstellen können, benötigen Sie eine Kopie der Datenbank, in die Sie die im Logbuch gespeicherten Operationen integrieren können. Ab jetzt werden alle Operationen in den Daten im Logbuch mitgeschrieben. Dieses wird in Zukunft immer zusammen mit der Datenbank verwendet.

Erstellen Sie eine neue Datendatei, müssen Sie auch ein neues Logbuch anlegen.

 Sie müssen ein anderes Logbuch einrichten, wenn Sie eine andere Datendatei öffnen, die nicht mit einem Logbuch verknüpft ist oder wenn das Logbuch fehlt.

Logbuch stoppen

Wollen Sie das Mitschreiben der Operationen für das aktuelle Logbuch stoppen, gehen Sie in den Einstellungen der Datenbank zum Thema Backup und deaktivieren auf der Seite Konfiguration die Option Benutze Logbuch. Auf dem Bildschirm erscheint folgende Meldung:

Klicken Sie auf die Schaltfläche Stop, wird das aktuelle Logbuch sofort geschlossen, d.h. das Dialogfenster Einstellungen muss danach nicht bestätigt werden.

Wollen Sie das aktuelle Logbuch schließen, weil es zu groß ist, sollten Sie von der Datendatei ein Backup ausführen, welches dann auch das Logbuch sichert.

Automatisches Backup bei kritischer Größe

Erreicht das Logbuch die kritische Größe von 2 GB, führt 4D automatisch ein Backup der Datenbank durch, um das aktuelle Logbuch zu schließen und ein neues anzulegen. So wird vermieden, dass die Größe der Datei die Performance der Anwendung beeinträchtigt. Dieses Backup verwendet die aktuellen Backup-Einstellungen und ist identisch mit einem manuellen Backup.

Logbuch analysieren

4D bietet eine Funktion, über die Sie den Inhalt des aktuellen Logbuchs ansehen können. Das ist hilfreich, um die Verwendung der Datenbank zu analysieren oder um die Operationen herauszufinden, die Fehler oder Fehlfunktionen verursachen. Läuft die Datenbank im Client/Server-Betrieb, können Sie die Operationen jedes Client-Rechners überprüfen.

Um das aktuelle Logbuch anzusehen, wählen Sie im Menü Hilfe den Befehl Maintenance- und Security-Center oder klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Icon MSC und öffnen die Seite Aktivität Analyse:

Hinweis: Nur Administrator und Designer der Datenbank haben Zugriff auf Funktionen zum Überprüfen des Logbuchs. Weitere Informationen dazu finden Sie im Handbuch 4D Designmodus.

Jede im Logbuch mitgeschriebene Operation erscheint in einer Zeile. Die Spalten enthalten verschiedene Informationen zur Operation. Sie können die Standardanzeige in den Spalten verändern, z.B. über das Kontextmenü des Fensters die Werte der Felder anzeigen.

Über diese Angaben können Sie die Quelle und den Kontext jeder Operation herausfinden.

Operation#: Fortlaufende Nummer der Operation im Logbuch.

Aktion: Art der ausgeführten Operation in den Daten. Diese Spalte kann folgende Einträge enthalten:

- Öffnen der Datendatei

- Schließen der Datendatei

- Kontext erstellen: Prozess erstellen, der einen Ausführungskontext angibt

- Kontext schließen: Prozess schließen

- Hinzufügen: Datensatz erstellen und speichern

- BLOB hinzufügen: BLOB in einem BLOB Feld speichern

- Löschen: Datensatz löschen

- Ändern: Datensatz ändern

- Transaktion starten: Transaktion gestartet

- Transaktion bestätigen: Transaktion bestätigt

- Transaktion annullieren: Transaktion annulliert

Tabelle: Tabelle, zu der die bearbeiteten Datensätze (hinzugefügt, geändert, gelöscht) oder BLOB gehören.

Datensatz/BLOB: Nummer des betroffenen Datensatzes oder BLOB.

Prozess: Interne Nummer des Prozesses, in welchem die Operation aus-geführt wurde. Diese Nummer entspricht dem Kontext der Operation.

Größe: Größe (in Bytes) der in der Operation bearbeiteten Daten.

Datum und Uhr: Datum und Uhrzeit der Ausführung.

Anwender: Name des Benutzers, der die Operation ausgeführt hat; im Client/Server-Betrieb erscheint der Name des Client-Rechners, im Einzelplatz die Benutzerkennung.

Sind keine 4D Kennwörter aktiviert, zeigt diese Spalte Designer an.

Werte (Diese Spalte erscheint nicht standardmäßig): Werte der Daten-felder bei Hinzufügen oder Ändern. Nur Werte vom Typ alphanume-risch werden angezeigt, sie sind durch Strichpunkt (;) voneinander getrennt.

Klicken Sie am unteren Rand auf die Schaltfläche Analyse, um den Inhalt des aktuellen Logbuchs der ausgewählten Datenbank anzuzeigen. Es hat standardmäßig den Namen Dateiname.journal.

Mit der Schaltfläche Auswählen wählen und öffnen Sie ein anderes Logbuch der Datenbank.

Mit der Schaltfläche Exportieren exportieren Sie den Inhalt der Datei als Text.


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